Unterschiedliche Wege zum Logopädie-Studium
Dezember 22, 2011 | In: Studium

Als Logopäde kann man eine eigene Praxis eröffnen, im Krankenhaus eine Anstellung bekommen oder in einem Reha-Zentrum. Die Patienten leiden unter Störungen beim Sprechen, Hören oder Schlucken ausgelöst durch eine Fehlstellung im Mund, einen Unfall oder Entwicklungsstörungen. Das hat zur Folge, dass Betroffene oft nur sehr eingeschränkte Ausdrucksmöglichkeiten haben und kaum soziale Kontakte aufgebaut werden können.
Das Studium der Logopädie gehört zum Bereich der Medizinalfachberufe. Inhalt des Studienganges sind die Feststellung einer Diagnose und das Erarbeiten von Therapien, die entweder Sprachstörungen vorbeugen oder diese zu beheben versuchen. Zusätzlich wird das notwendige Hintergrundwissen über Linguistik, Phonetik, Psychologie und Pädagogik vermittelt, damit die Patienten auch gerne zum Logopäden gehen. Der Beruf erfordert Disziplin, da ein Logopäde ebenfalls der medizinischen Schweigepflicht unterliegt. Außerdem wird Teamfähigkeit verlangt, weil mit Psychologen, Ärzten, Physiotherapeuten und Pädagogen zusammengearbeitet wird. Eine eigene Praxis darf eröffnen, wer zwei Jahre Berufserfahrung nachweisen kann.
Ein Logopädie-Studium kann auf verschiedene Arten aufgenommen werden. An manchen Fachuniversitäten ist eine vorhergehende Ausbildung erforderlich. Diese kann an staatlichen Schulen absolviert werden. Alternativ kann man die Ausbildung auch umgehen, indem man eine private Fachhochschule besucht. Diese verlangt allerdings einen monatlichen Beitrag von ihren Studenten. Der Studiengang der Logopädie wird nach 3 Jahren mit dem Bachelor und nach weiteren 2 Jahren mit dem Master abgeschlossen.
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