Bestandteil der chinesischen Medizin: Akupressur im Fernlehrgang
Oktober 5, 2011 | In: Studium
Die Akupressur ist eine leichtere Form der Akupunktur. Während ein Akupunkteur mit spitzen Nadeln direkt in die sogenannten Meridiane in der Haut sticht, versucht der Akupresseur lediglich diese durch gezielte Massagen zu stimulieren. Für westlich eingestellte Menschen erscheint dies häufig als die bessere Alternative, da der Gedanke an Nadeln vielen Leuten Unbehagen bereitet. Nach den traditionellen Lehren der chinesischen Medizin entstehen Krankheiten durch ein Ungleichgewicht der Energie im Körper. Die Energie, auch Chi genannt, verteilt sich über die Meridiane, Linien im Körper, die wissenschaftlich jedoch nicht nachgewiesen werden können. An bestimmten Punkten dieser Meridiane muss eine Stimulation erfolgen, um den Energiefluss wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Welche Punkte für welche Probleme geeignet sind, wird in der chinesischen Medizin seit langer Zeit überliefert.
In einem Akupressur-Fernlehrgang kann man lernen, wie diese Meridiane verlaufen und welche Punkte zur Stimulation geeignet sind. Eine vollständige Ausbildung zum Akupunkteur kann ein solcher Lehrgang jedoch nicht ersetzen. Man sollte bereits über einige anatomische Grundkenntnisse verfügen und sich auf die fremden Lehren der chinesischen Medizin einlassen wollen. Die fehlende Nachweisbarkeit der Meridiane führt noch immer zu einer Skepsis gegenüber den Heilmethoden der chinesischen Ärzte, doch in einigen wissenschaftlichen Studien konnte zumindest die Wirksamkeit für einige Krankheiten nachgewiesen werden. Um diese Wirksamkeit jedoch den eigenen Patienten versprechen zu können, muss man die Lage der richtigen Punkte sehr genau kennen. Schon eine Abweichung von wenigen Millimetern kann den Nutzen der Behandlung zunichtemachen.
